Mit Rad up Pad

Eine Radrundreise

Moorerlebnisroute - TourNatur Esterweger Dose

Moin liebe Gäste

FavIcon Moorerlebnisroute

Ich bin ihr Reiseleiter. Mein Name ist „Mooritz“ und ich bin ein Kiebitz. Mit meinem unverwechselbaren Bild auf der wegweisenden Beschilderung (in beiden Richtungen) gelangen Sie sicher an Ihr Ziel.

Entdecken Sie die 100 km lange Fahrradroute mit den unendlichen Weiten des Hochmoorgebietes „Esterweger Dose“.

Genießen Sie die abwechslungsreichen Landschaften mit grünen Hochmoorwiesen, Naturschutzgebieten, idyllischen Seen, Moorerlebnispfaden, historischen Windmühlen, Museen und unsere bodenständige Gastronomie.

„Mooritz“ – Zeichnung von Christel Krone, Barßel

100 km mit Mooritz - Die Moorerlebnisroute im Detail

100 km lang ist die Moorerlebnisroute. Sie verbindet fünf Gemeinden und umrundet das rund 5000 Hektar große Moorgebiet „Esterweger Dose“. Soviel zu den Basisdaten.
Doch gehen wir ins Detail und beginnen unsere exemplarische Reise mit Maskottchen „Mooritz“ am Sperrtor des Küstenkanals im Süden des Radrundkurses.
Der kleine Kiebitz schwingt sich auf sein Fahrrad und fährt entlang der Bundesstraße 401 Richtung Esterwegen. Torfabbaumaschinen können hier bei der Arbeit beobachtet werden. Auf dem Feldherrenhügel wirft „Mooritz“ einen Blick ins Moor, ehe er den erlebnisreichen MoorInfoPfad erkundet.
Über Bockhorst radelt „Mooritz“ weiter ins Jammertal. Dort bekommt unser Maskottchen atemberaubende Einblicke in die Naturwelt.

Moorinfopfad Esterwegen

Vom Feldherrenhügel ins Jammertal

Die nächste Rastmöglichkeit bieten sich die Hahnentanger Mühle, das Fehn- und Schiffahrtsmuseum und das Liegebecken für Plattbodenschiffe in Rhauderfehn an.
Auch eine Tour mit „Paddel und Pedal“ schlägt „Mooritz“ nicht aus. Noch immer nicht müde in den Beinen, fährt der Kiebitz in die Gemeinde Ostrhauderfehn, passiert Hafen und Schleuse und wechselt am Idasee das Sportgerät – vom Rad auf die Wasserski oder das Wakeboard.
Kulturhistorisches vermittelt die Johanniter-Kapelle in Bokelesch ehe ein ausgedehnter Spaziergang samt kulinarischen Genüssen im Bootshafen zu Barßel und eine Fahrt mit dem Fahrgastschiff MS „Spitzhörn“ folgen.

Kanu fahren und Saterfriesisch lernen

Derart gestärkt und ausgeruht, bricht „Mooritz“ wieder auf und radelt vorbei an der Ebkensschen Windmühle und einem Bienenlehrpfad zum Moor- und Fehnmuseum Elisabethfehn. Dort erfährt der Kiebitz alles, was Mensch und Tier unbedingt über das Moor wissen müssen.
In Strücklingen wird es Zeit für eine Kanutour, dann folgen wieder die unendlichen Weiten des Moores. Weiter geht es durch das Saterland-Zentrum Ramsloh und zum Beachvolleyballspielen an den Hollener See. In Scharrel sieht „Mooritz“ nicht nur die herausgeputzte Mühle, sonder lernt auch gleich eine neue Sprache kennen: Saterfriesisch.

Begeistert von all den Eindrücken kehrt „Mooritz“ zum Startpunkt seiner ganz persönlichen Moorerlebnistour zurück und schmiedet bereits Pläne für einen zweiten Ausflug zu all den Sehenswürdigkeiten, die er sich noch nicht so genau angeschaut hat.

Museum und Teestube Elisabethfehn

Esterweger Dose

Die Esterweger Dose ist ein zusammenhängendes Hochmoorgebiet von ca. 5.000 Hektar nördlich des Küstenkanals. Einzigartig in dieser Ausdehnung in der Bundesrepublik.

Die „Esterweger Dose“ ist (als Vogelschutzgebiet und teilweise als Flora- und Fauna-Habitat) Teil des europaweiten Netzes „Natura – 2000“, das die herausragendsten europäischen Schutzgebiete umfasst. Im Zentrum des Moores brüten Goldregenpfeifer, am Randbereich ist auch die Bekassine (Himmelsziege) neben vielen anderen bedrohten Arten zu Hause. Auf den wiedervernässten Flächen haben sich typische Pflanzen des Hochmoores, wie Sonntau und Torfmoose, wieder ausgebreitet. Auf einer Fläche von 560 ha befinden sich die 8 Längstwellensender der Marine. Die Sendemasten gehören zu den höchsten technischen Bauwerken in Europa. Das Areal beinhaltet großflächige Wiedervernässungsbereiche und hat sich im Laufe der Jahre zu einem wertvollen Feuchtgebiet entwickelt.

Südlich des Küstenkanals erstreckt sich auf einer Gesamtfäche von 1.280 Hektar das Naturschutzgebiet Melmmoor/Kuhdammoor. Weiträumiges Grünland auf Hochmoorboden prägen diese Bereiche. Ein Paradies und auch „Europäisches Vogelschutzgebiet“, wie zum Beispiel für den Brachvogel, die Uferschnepfe und den Rotschenkel. In fast allen Moorrandgebieten ist unser Kiebitz, unser Mooritz beheimatet.

Im südwestlichen Bereich unserer Moorerlebnisroute liegt das Naturschutzgebiet „Leegmoor“, ein komplett renaturiertes Moor. Es ist der erste geschlossene Moorkomplex in Niedersachsen, der in die Wiedervernässung ging.

Mühle Idafehn